Bedarf an Freiwilligen wird eher zu- als abnehmen
Pressemitteilung zur 13. Berliner Freiwilligenbörse

Das en­ga­gier­te Ber­lin wird auf­at­men, so­bald der Lock­down ge­lo­ckert wird – es gibt viel und wahr­schein­lich mehr zu tun. Zu­letzt wa­ren vie­le Ak­ti­vi­tä­ten von Ver­ei­nen und In­itia­ti­ven aus­ge­bremst und Tau­sen­de Frei­wil­li­ge im War­te­stand, nun sind vie­le auch di­gi­tal und te­le­fo­nisch ak­tiv. Da­her su­chen et­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen neue In­ter­es­sier­te, die sich ein­brin­gen wol­len.

Die 13. Ber­li­ner Frei­wil­li­gen­bör­se, die­ses Jahr vir­tu­ell und on­line über vier Wo­chen aus­ge­tra­gen statt an ei­nem Tag im Ro­ten Rat­haus, zeigt die­se neu ent­stan­de­nen An­ge­bo­te auf ih­rer Web­sei­te. Im Co­ro­na-Blog, der seit 18. April und bis 16. Mai ge­füllt wird, fin­den sich zu­dem In­ter­views mit Vertreter/innen aus un­ter­schied­li­chen ge­mein­nüt­zi­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen, die be­rich­ten, wie sie sich und ihre Schütz­lin­ge durch die Pan­de­mie brin­gen.

Ak­tu­ell, so die Aus­kunft zum “The­ma Co­ro­na”, sucht etwa die In­itia­ti­ve Ar­bei­ter­kind Frei­wil­li­ge, die sich über ein On­line-Netz­werk ein­brin­gen und rat­su­chen­de Schü­ler auf ih­rem Bil­dungs­weg un­ter­stüt­zen. Wer Ge­sichts­mas­ken nä­hen mag, kann sie ger­ne den VdK-Mo­bi­li­täts­hil­fe­diens­ten spen­den. Wei­ter­hin ge­sucht wer­den auch Stamm­zell­spen­der: Die DKMS bit­tet dar­um, sich on­line oder te­le­fo­nisch zu mel­den. Wei­te­re Ak­teu­re si­gna­li­sie­ren: Bit­te mel­den, spä­tes­tens wenn die Kon­takt­be­schrän­kun­gen ge­lo­ckert sind.

Es sind schwierige Zeiten, auch und gerade für das Engagement

er­klärt Ca­ro­la Schaaf-De­richs, Ge­schäfts­füh­re­rin der Lan­des­frei­wil­li­genagen­tur Ber­lin e.V.. Vie­les ließ sich nicht mehr um­set­zen, aber vie­le Ak­teu­re pass­ten sich schnell an. Wir ha­ben ge­lernt: Der Be­darf an Frei­wil­li­gen in der Kri­se war hoch, und er wird in nächs­ter Zeit eher zu- als ab­neh­men. Die Ein­rich­tun­gen und Ver­ei­ne ha­ben di­gi­ta­le An­ge­bo­te ent­wi­ckelt oder alt ver­trau­te wie das Brie­fe­schrei­ben wie­der­ent­deckt. Frei­wil­li­ges En­ga­ge­ment ist als sys­tem­re­le­vant er­kannt wor­den, das soll­te jetzt po­li­tisch auf­ge­nom­men wer­den. Und das En­ga­ge­ment ist noch viel­sei­ti­ger ge­wor­den: In­for­mie­ren Sie sich bei uns.

Um An­re­gun­gen und Ansprechpartner/innen zu er­hal­ten, emp­fiehlt Ca­ro­la Schaaf-De­richs auch den „Ber­li­ner En­ga­ge­ment­ka­ta­log 2020“. Von klei­nen In­itia­ti­ven wie Her­zens­sa­che – Nä­hen für Stern­chen und Früh­chen bis zu gro­ßen Ver­bän­den wie DRK oder Stadt­mis­si­on ist die gan­ze Band­brei­te von Or­ga­ni­sa­tio­nen ver­tre­ten. Man kann Kin­dern vor­le­sen, Kul­tur ver­mit­teln oder Tier­rech­te schüt­zen. In vie­len Fäl­len las­sen sich Men­schen un­ter­stüt­zen, die di­rekt oder in­di­rekt von Co­ro­na-Fol­gen be­trof­fen sind.


En­ga­giert in der Co­ro­na­zeit
Ak­tua­li­siert: 11.05.2020

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